Unsere Mitgliedsfahrzeuge – VW-Modelle aus dem Club
Was den VW Club Dillenburg ausmacht, lässt sich kaum besser erklären als mit einem Blick in die Garagen und auf die Einfahrten unserer Mitglieder. Hier steht kein Showroom-Fahrzeug mit Händleraufkleber – hier stehen Autos mit Geschichten. Jede Delle erzählt von einem Wochenende auf dem Nürburgring, jeder Umbau von stundenlangen Abenden in der Hobbywerkstatt. Wir stellen euch heute eine Auswahl unserer Clubfahrzeuge vor: technische Daten, persönliche Umbauten und das, was jeden dieser VWs zu etwas Besonderem macht.
Golf – die Seele des Clubs
Es wäre fast seltsam, wenn kein einziger VW Golf im Club vertreten wäre. Seit 1974 produziert und mittlerweile in der achten Generation erhältlich, ist der Golf das meistgebaute Fahrzeug Volkswagens – über 37 Millionen Exemplare weltweit. Im Club sind alle Generationen vertreten, vom kantigen Mk1 bis zum modernen Golf 7.
Dirks Golf II GTD – sparsam, aber kein Leisetreter
Dirk aus Haiger fährt seit acht Jahren einen Golf II GTD in Silbermetallic. Was von außen wie ein braver Alltagswagen aussieht, hat es unter der Haube in sich: Sportfahrwerk, schärfere Einspritzpumpe, überarbeitete Ansaugleitungen. Der Diesel zieht jetzt deutlich williger aus dem Keller und bleibt dabei sparsamer als manch anderer Ottomotor. „Ich wollte keinen Showcar-Golf", sagt Dirk. „Ich wollte einen, der jeden Tag fährt und trotzdem Spaß macht."
Sonjas Golf III VR6 – das Reihenmotor-Gerücht
Sonja hat ihren Golf III VR6 vor drei Jahren von einem Bekannten aus dem Siegerland übernommen – und seitdem nicht mehr losgelassen. Der 2,8-Liter-Sechszylinder in V-Anordnung klingt wie nichts anderes im deutschen Kompaktsegment. Sonja hat den Wagen vollständig neu lackiert (Tornadorot), das Interieur mit Recaro-Sitzen aufgewertet und läuft mit originalen BBS-Felgen. Kaum zu glauben, dass das Fahrzeug über dreißig Jahre alt ist.
Der GTI – drei Buchstaben, die alles sagen
Die Geschichte des Golf GTI beginnt 1975 – heimlich, beinahe inoffiziell. Eine kleine Gruppe VW-Entwickler baute einen Prototyp ohne offizielle Freigabe. Volkswagen plante gerade mal 5.000 Einheiten. Am Ende wurden aus dem Golf GTI Mk1 über 460.000 Fahrzeuge. Diese Erfolgsgeschichte zieht sich durch alle Generationen.
Stefans GTI 16V – Klassiker mit Biss
Stefan aus Dillenburg fährt einen Golf II GTI 16V in Schwarz. Der 1,8-Liter-Motor mit Doppelnockenwelle leistet im Originalzustand 139 PS – bei Stefan sind es nach Chiptuning und Sport-Luftfilter knapp 155 PS. Das Fahrwerk ist auf H&R-Federn abgestimmt, die 15-Zoll-Ronal-Felgen glänzen in Silber. Den Wagen nutzt Stefan für Ausfahrten, aber auch für regelmäßige Trackdays in der Region. „Der GTI ist kein Museumsstück", betont er. „Der soll fahren."
G60 – der Kompressor-Volkswagen
Weniger bekannt als der GTI, aber unter Insidern heiß begehrt: der G60. Der Buchstabe „G" steht für den sogenannten G-Lader, einen spiralförmigen Kompressor mit 60 mm Einlassdurchmesser. Dieser Spirallader arbeitet ohne Turboloch, baut Druck gleichmäßig auf und gibt dem 1,8-Liter-Motor im Golf Rallye bis zu 160 PS – für Ende der 1980er-Jahre eine beeindruckende Zahl.
Markus' Golf Rallye G60 – Rarität aus Dillenburg
Markus besitzt seit Jahren einen der begehrten Golf Rallye G60 in Hellblaumetallic. Der Wagen ist einer von wenigen noch fahrbereiten Exemplaren in der Region. Originalzustand innen und außen, lediglich die Bremsen wurden auf einen moderneren Stand gebracht. Der G-Lader wurde vor zwei Jahren komplett überholt – eine Arbeit, die viel Geduld und Spezialwerkzeug erfordert, da Ersatzteile kaum noch im Handel zu finden sind. „Den gebe ich nie wieder her", sagt Markus. Und wer den Wagen einmal gehört hat, versteht das sofort.
Polo – klein, aber mit Charakter
Der VW Polo wird oft unterschätzt. Dabei hat das kompakte Modell, das seit 1975 gebaut wird und über 20 Millionen Mal verkauft wurde, eine eigene treue Fangemeinde. Im Club sind es vor allem die Polo G40 und die frühen Polo Coupe-Varianten, die für Aufmerksamkeit sorgen.
Annas Polo G40 – Kompressor im Kleinformat
Anna fährt einen Polo G40 in Laserrot – und wie sie ihn fährt. Der kleine Kompressor-Polo mit dem 1,3-Liter-G40-Triebwerk leistet serienmäßig 113 PS, was für das geringe Leergewicht des Polo eine sehr ordentliche Basis ist. Anna hat das Fahrwerk straffer abgestimmt, den originalen Spoiler ergänzt und setzt auf eine leichtere Alufelge. Beim letzten Treffen in Wörthersee war ihr Polo der einzige Polo G40 weit und breit – und entsprechend umringt.
Was unsere Fahrzeuge verbindet
So unterschiedlich die einzelnen Autos auch sind – Golf, GTI, G60 oder Polo – haben sie alle eines gemeinsam: Dahinter steckt jemand mit echtem Interesse. Kein Fahrzeug im Club ist einfach nur ein Fortbewegungsmittel. Jedes wurde mit Zeit und Geld, oft auch mit eigenem Schweiß in die heutige Form gebracht.
Wer seinen eigenen VW vorstellen möchte oder Fragen zu technischen Umbauten hat, ist herzlich eingeladen, beim nächsten Clubabend vorbeizukommen. Mehr Informationen zu Fahrzeugen und Treffen in der Region gibt es auch beim ADAC, der regelmäßig technische Daten und Kaufberatung zu allen VW-Modellen bereithält.
Fotos und ausführliche Fahrzeugdaten der vorgestellten Clubmitglieder erscheinen demnächst in der Galerie.